Archiv des Monats April, 2012

Reebok Premier Verona Supreme

Kategorie Material am April 21st, 2012

Der Halbmarathon in Wien könnte die letzte große Runde für meine Mizuno Wave Rider 13 gewesen sein. Nach bisher 1.761 km ist der Ruhestand wohl verdient. Natürlich entscheidet sich das Schicksal der treuen Begleiter erst dann, wenn ich die neuen Schuhe eingelaufen habe und für gut befunden habe.

Noch im Wienurlaub habe ich mir Reebok Premier Verona Supreme gekauft. Neben dem attraktiven Preis und dem guten ersten Gefühl, habe ich die Notwendigkeit gesehen, zumindest ein zweites Paar zum Trainieren zu haben.

Aber aufgrund des hohen Kilometeralters der Mizuno werden die Reebok wohl bald regelmäßig genutzt werden.

29. Vienna City Marathon – Ergebnis

Kategorie Ergebnisse, Laufen 21 km - Halbmarathon am April 21st, 2012

Alle Jahre wieder und alle Jahre die Reise wert. Der Wienmarathon zog mich heuer zum dritten Mal in Folge in die Donaustadt. Um es vorweg zu nehmen, es war wieder ein Erlebnis in dieser Stadt zu laufen. In 2012 konnte ein Teilnehmerrekord von 36.157 Startern erzielt werden. Das Bild das die endlosen Massen über die Reichsbrücke am Start geben ist legendär. Und mittendrin zu sein wunderbar. Haile Gebrselassie und Paula Radcliffe waren vor Ort und liefen den Halbmarathon in einem Verfolgungsrennen.

Henry Sugut (KEN) hat heuer mit 2:06:58 eine neue Bestmarke für Wien gesetzt und damit auch die schnellste in Österreich jemals gelaufene Marathonzeit geboten. Ich selbst habe mich bereits im Vorfeld dazu entschlossen bei der Hälfte der Rennstrecke in die Hofburg abzubiegen, da ich in der Vorbereitung nicht auf die gewollte und erforderliche Anzahl an langen Trainingsläufen kam. So wäre der Marathon ein zu großes Risiko geworden. Den Halbmarathon wollte ich dann natürlich auf Angriff laufen und es ist mir gelungen meine PB um 1:37 auf 1:31:38 zu reduzieren. Freilich habe ich auch mit der 1:30:00 spekuliert, aber dafür war ich nicht genügend trainiert, zu Beginn konnte ich noch nicht das erforderliche Tempo anschlagen und anfangs der zweiten Hälfte wurde ich etwas langsamer. Dafür waren die letzten drei Kilometer der Wahnsinn.

Mittwoch:
Angereist sind Katha und ich bereits am Mittwoch. Unser Quartier bezogen wir wieder bei der Gitti im 21. Bezirk. Vielen Dank an dieser Stelle nochmals für alles. Da der Wetterbericht voraussagte, es werde der letzte sonnige Tag dieser Woche sein, wollten wir unbedingt was draußen machen und so haben wir den Tiergarten im Schönbrunner Schlosspark besucht.



Donnerstag:
Das trübe Wetter am Donnerstag haben wir für einen Besuch des Naturhistorischen Museums Wien genutzt. Abends trafen wir Gitti zum Schweinsstelzen essen im Schweizerhaus.


Freitag:
Am Freitag haben uns Barbara&Andy abgeholt, um nach Parndorf in das Designer Outlet Parndorf zu fahren. Dort verbrachten wir den ganzen Tag beim Einkaufen, ehe wir uns mit meinen Eltern und Stephanie&Helena zum Essen im Bastei Beisl trafen.

Samstag:
Den Samstag sind wir ruhig angegangen, da wir die letzten Tage viel herumgegangen sind. Wir haben in der Messe die Startunterlagen geholt und waren zufällig vor Ort, als Lauflegende Haile Gebrselassie ein Interview gab.



Sonntag:
Sonntag ist Marathontag. Ich mache als Vorbereitung vor dem Start eigentlich immer das Gleiche. Rechtzeitig Aufstehen, Zielbackerl zusammenrichten, Laufzeug anziehen und Sportanzug darüber, leichtes Frühstück und ab zur U-Bahn-Station, wie immer chauffiert von Gitti. Ab der U-Bahn-Station Alte Donau tummeln sich die Massen an Läufern. Treffpunkt war, wie immer, unser Grünstreifen an der Wagramer Straße, wo meine Fans schon allesamt versammelt waren. Nach einem kurzen Plausch und den letzten organisatorischen Abmachungen (wo wir uns wann sehen), machte ich mich fertig. Garmin an, Sportanzug aus und ab zur Abgabe meines Zielbackerls am Container. Nach einem kurzen Warmlaufen und dem obligatorischen letzten kleinen Geschäft, sortierte ich mich im Startblock zwei ein. Heuer startete ich zum ersten Mal auf der linken Straßenseite.

Da die Beschallung unseres Blockes nicht so gut war, konnte ich den Walzer nur schlecht hören und von der Nationalhymne bekam ich gar nichts mit. Dennoch, um Punkt 9 Uhr hörte man ein lautes Geräusch und vorne gings los. Da wir auf der linken Straßenseite nach hinten versetzt starteten, war unsere Startmatte gleich am Startbogen, sodass man sofort versuchte Tempo aufzunehmen. Leider haben sich wieder Läufer völlig falsch eingeordnet, die keinesfalls die erforderliche Zeit für diesen Block schaffen konnten. Auf der rechten Straßenseite viel mir dies bisher nicht so auf, da man dort einen fliegenden Start hat und sich bis zur Startmatte das Feld schon etwas ordnet. Die langsameren Läufer musste man umständlich überholen, wobei man darauf achten sollte, auch keine anderen Läufer zu behindern. Ich kann diese Leute nicht verstehen. Wenn auf einem Schlag hunderte Andere mit einem hohen Tempo an einem vorbeischießen, dann sollte man sich doch denken, dass man sich selbst falsch eingeordnet hat. Dieses Problem kennt allerdings jede Laufveranstaltung und es obliegt jedem einzelnen Läufer selbst, hier sich fair zu verhalten.

Jedenfalls hat der Start links auch seine schönen Seiten. Man geht von anfang an hohes Tempo und fliegt an den Läufern der rechten Straßenseite, die ja noch nicht offiziell im Rennen sind, nur so vorbei. Von der Reichsbrücke gehts dann bergab in die Stadt zum Praterstern. Dort habe ich Katha, Babi und Andy (KBA) zum ersten Mal getroffen. Gleich nach dem Praterstern kommen beide Straßenseiten zusammen. Dieser Moment ist immer ein ganz besonderer, weil es wuchtig aussieht, wenn tausende Läufer von beiden Seiten sich soz. einfädeln.

In Wien sollen trotz des für Zuschauer mäßigen Wetters ca. 350.000 Leute unterwegs gewesen sein. Diesen Eindruck kann ich nur bestätigen. Nach der Hauptallee gehts hoch zum Donaukanal, Schüttelstraße (heuer für mich nur ein mal). An dieser Kurve, bergauf, jubeln einem die Leute hoch. Die geliebte Schüttelstraße mit ihren Auf und Abs muss man durch. Auch hier stehen viele Leute. Ich habe sogar Mettenheimer gesehen, wobei ich gerade auf der anderen Straßenseite war, sodass ich sie nicht grüßen konnte.

Nächstes Highlight ist die Schwedenbrücke. Wieder leicht bergauf, dann zweilmal links. Dort stehen sicher tausende Zuschauer in mehreren Reihen. Und ich habe es geschafft KBA wieder zu entdecken bzw. sie mich. Zweites Treffen geglückt.

Danach geht es auf den Ring und weiter auf die Wienzeile, vorbei am Naschmarkt bis runter zum Schloss Schönbrunn. Am Margaretengürtel habe ich KBA wieder getroffen – wir haben perfekt geplant. Die Wienzeile entlang gab es leider nichts zu trinken und ich fühlte mich schon etwas schlapp. Ich habe mir aber fest vorgenommen irgendwie das Tempo zu halten und ab der Wende am Schloss wieder mein Soll-Tempo zu laufen.

Dies ist mir auch gelungen. Bei km 16,5 hatte ich mein letztes Tief und ab dann stieg die Geschwindigkeit wieder. Da bei ca. km 15 die erste Staffelübergabe des Staffelmarathons war, waren jetzt viele langesamere Läufer vor mir, die ich gut einsammeln konnte. Das wirkt sich positiv auf das Gemüt aus. Man merkte, dass alles um einen herum immer schneller wurde und niemand mehr zurückfallen wollte. Das Tempo stieg die letzten 3 km stetig an. Lief man vorher noch um die 4:20 min/km so wurden bald 4:10 und 4:00 daraus. Beim letzten km hörte der Spaß dann endgültig auf. Ich hatte einen Läufer neben mir, der in Topform war und seinen Kumpel auf 1:30:00 puschen wollte. An diesem Pacemaker bin ich dran geblieben und jetzt waren wir deutlich unter der 4:00-Marke. Mit Vollgas gings in die Trennung von Marathonis und Halbmarathonis. Erstmals ordnete ich mich rechts ein. Zu diesem Zeitpunkt waren die Straßen längst von tausenden Menschen gesäumt. Es geht links auf den Ring, gleich ist es vorbei. Man sieht das Burgtor, rechts abbiegen. Ich sehe KBA zum vierten Mal, wie geplant. Wir sind wirklich gut. Noch schnell meine kurzfristig ausgedachte Zieleinlaufshow durchziehen und dann Endspurt ins Ziel. Aus. Fertig.



Die letzten drei Kilometer waren krass. Noch 20 Minuten davor hätte ich mir nie träumen lassen, dass so eine Energieleistung noch in den Beinen steckt.

Nach der Übergabe der Medaille gab es Wasser, erstmals Erdinger Alkoholfrei – nur aans pro Läufer – und ein Zielbackerl mit ein paar Werbegeschenken.

Andy hat mich am Ausgang gleich abgefangen und wir sind mit Katha und Babi zu den anderen.

Den Abschluss des (Halb)Marathontages bildete ein gemeinsames Essen bei Gitti, die uns hervorragend verköstigte.

Ergebnis
netto – offiziell
21,0975 km in 1 h 31 min 38 s (4 min 21 s /km)

Platz gesamt: 00516 von 11594 (4,5%)
Platz M20: 00130 von 01705 (7,6%)