Archiv der Kategorie 'Laufen 42 km – Marathon'.

31. Vienna City Marathon – Ergebnis

Kategorie Ergebnisse, Laufen 42 km - Marathon am August 27th, 2014

Auch heuer war ich wieder in Wien. Nach zwei Jahren Abstinenz sollte es wieder die volle Distanz sein. Vorgenommen habe ich mir bewusst keine Zeit, da die Vorbereitung wieder sporadisch ausfiel und nur zwei längere Läufe absolviert werden konnten. Das ist sehr wenig.

Das Erlebnis, wieder dabei zu sein, hat mich aber schon am Start bestärkt, auf jeden Fall die volle Distanz zu gehen und nicht beim Halbmarathon aufzuhören.

Die erste Hälfte des Marathons lief eigentlich gut und ohne Probleme. Auch die Zeit war für meine damaligen Verhältnisse beachtlich. Aber ab km 26, früher als eventuell befürchtet, wurde ich kraftloser und musste einige Male Gehen, um etwas zu regenerieren. Das habe ich dann vor allem mit dem Trinken nach den Getränkestationen verbunden. Wenn schon Gehen, dann wenigstens zum ruhigen Trinken nutzen.

Da es schon sehr früh angefangen hat, waren die verbleibenden 16 km natürlich sehr lange. Der Kopf spielt einem bei solchen Gelegenheiten gerne Streiche und redet einem ein, man könne die ganze Qual doch einfach beenden. Das kam aber nicht in Frage. Auch wenn es schon sehr beklemmend ist, wenn ständig hunderte Leute an einem bei den Gehpausen vorbeilaufen, habe ich weiter gemacht und bin kaputt, aber natürlich laufend ins Ziel gekommen.

Die ganze Situation erinnerte mich an meine zweite Teilnahme am Hochgernlauf, bei welchem ich nach 5 km den Rest mehr oder weniger gegangen bin. Aber damals stellte ich oben angekommen fest, dass nur der Kopf nicht mehr wollte. In Wien waren es tatsächlich die Muskeln. Zu wenig Training, zu wenig Kraft.

Im nächsten Jahr werde ich wohl nicht mehr den Marathon laufen, sondern lieber versuchen einen vernünftigen Halbmarathon hinzulegen und die volle Distanz erst wieder machen, wenn man auch körperlich fit ist. Die Sache soll schließlich noch Spaß machen.

Nach dem Marathon blieben wir noch ein paar Tage bei Gitti (viele Grüße und lieben Dank für deine Gastfreundschaft) und besuchten das Albertina (der Hase durfte raus, alles was Rang und Namen hat, konnte bewundert werden, z.B. Dürer, Michelangelo, Klimt, Monet, Picasso etc.) und das Essl-Museum mit österreichischer Kunst (bunt gemischt, auch moderne Skulpturen und „die letzten tage der menschheit“ mit Ratten von deborah sengl dargestellt).

Ergebnis
netto – offiziell
42,195 km in 4 h 05 min 16 s (5 min 49 s /km)
Platz gesamt: 4.070 von 6.347 (64,1%)
Platz Herren: 3.592 von 5.188 (69,2%)
Platz M30: 0468 von 0649 (72,1%)

31. Vienna City Marathon

Kategorie Laufen 42 km - Marathon am April 12th, 2014

Zum vierten Mal in Folge starte ich in Wien. Nach 2 Marathons folgten 2 Halbe. Heuer sollen es wieder volle 42,195 km sein.

Heute wird die Startnummer geholt und Morgen ab 9:00 Uhr heißt es Eindrücke genießen und durchhalten. Keine Zeitvorgabe.

Ich bin gespannt.

28. Vienna City Marathon – Ergebnis

Kategorie Ergebnisse, Laufen 42 km - Marathon am April 26th, 2011

Auch mein zweiter Marathon in Wien war wieder ein voller Erfolg!

Vorgenommen hatte ich mir einen konstanten Lauf mit einem Schnitt von 5 min/km und das hat super funktioniert. Darüber hinaus haben wir dieses Jahr ein Videoprojekt durchgezogen, bei dem ich den Start und im Ziel mit einer Kamera am Käppi lief.

Unser Quartier bezogen Katha und ich wieder bei Gitti in Transdanubien.

Samstag:
Die Anreise am Samstag erfolgte ohne größere Probleme bei mäßigem Verkehr. Da Osterferien waren, wurde die Autobahn auch von Fahrern genutzt, die erkennbar mit einem fließenden Verkehrsfluß überfordert waren und Geschwindigkeiten nicht einschätzen können oder wollen. Das nervt, aber sonst ist es egal.
Gleich nach der Ankunft gab es gefüllte italienische Nudeln mit einem Pesto aus Gartenkräutern. Im Laufe des Nachmittags kam dann auch noch Kathas Cousin Christoph mit professionellem Kameraequipment. Abends gab es dann nochmal Nudeln. Dieses mal mit Speckwürfeln und Käsesoße. Kohlenhydrate sollten damit genügend im Körper sein und ich legte mich auf 23 Uhr ins Bett.

Sonntag:
Nach dem Aufstehen habe ich gleich mein Zeug für den Marathon hergerichtet und mich fertig angezogen. Zum Frühstück gab es nur eine kleine Semmel mit etwas Honig, da ich nicht mehr Hunger hatte und auch nicht zu viel drin haben wollte.

Auf halb Acht sind wir dann mit der U-Bahn zur Station „Alte Donau“ gefahren, um uns mit meinen Eltern, Stephanie, Hanni und Rudi zu treffen. Diese hatten PowerGels für mich, die ich noch benötigte. Nachdem ich mich fertig hergerichtet hatte, sind die Fans auf die Strecke und ich habe mit Christoph noch die Käppikamera eingestellt und getestet. Danach hab ich mein Zielsackerl abgegeben und die erste Sequenz, den Gang zum Startblock, gedreht. In den ersten beiden Blocks war noch wenig los und ich konnte ganz vor gehen, um zu filmen. Hinter dem ersten Startblock war Platz, um sich etwas warmzulaufen. 20 Minuten vor dem Start reihte ich mich in den gelben, zweiten Startblock der rechten Straßenseite ein und ich war in diesem fast ganz vorne. Es folgte das übliche Wiener Prozedere mit Nationalhymne und einem Walzer. Die Blockabsperrung wurde beseitigt und unser Block ging auf den ersten auf.

Um 8:58 Uhr ein Knall und die Profis gingen auf die Strecke. Um Punkt 9 Uhr der zweite Knall und man konnte erkennen, dass ganz vorne die Köpfe zu wippen begannen. Das sieht immer klasse aus, vor allem, wenn die Wippbewegung immer näher kommt. Dann geht und läuft alles um mich rum auch los. Nach ein paar Metern kamen wir besser ins Laufen und schon passierte man die Startzeitmatte. Auf der Reichsbrücke hatte ich viel Platz zum Laufen und es herrschte kein Gedränge. Nach der Brücke sah ich zum ersten Mal alle meine Fans.

Mit der Kamera wollte ich eigentlich nur bis nach dem Praterstern laufen, aber Christoph schaffte es wegen anderer Filmaufnahmen und zu vielen Läufern nicht, mir diese abzunehmen. Daher lief ich bis nach km10 und erst kurz vor der Wienzeile wurde ich das Käppi los.

Das Rennen war super und ich konnte mit lockeren 5 min/km dahinlaufen, hatte Zeit mir das schöne Wien anzusehen und nach meinen Fans Ausschau zu halten. Die Gelübergaben funktionierten perfekt und auch die Einnahmen waren problemlos. Wegen des warmen Wetters habe ich ab und zu auch zwei Getränke zu mir genommen.

Die entscheidenden Kilometer über 30 beginnen mit einer Wende beim Ernst-Happel-Stadion, bei der ich wieder viele meiner Fans gesehen habe und noch für den langen Weg auf der Hauptallee zum Lusthaus PowerGels aufgenommen habe.

Diesen Marathon habe ich aber auch die letzten Kilometer gut laufen können und ich habe ab Kilometer 35 noch Tempo zugelegt. Auf dem Ring bei Kilometer 41,5 gab mir dann Christoph wieder die Käppikamera und mit dieser bin ich dann ins Ziel gelaufen.

Trotz des schönen Laufs, war ich froh, als es vorbei war. 42,195 km tun einfach immer weh, egal ob man am Limit läuft oder nicht. Nach dem Lauf gabs wieder eine Medaille, viel Wasser und ein Zielpaket mit Billa-Produkten. Als ich das abgesperrte Gelände für die Läufer verlies, habe ich meine Fans auch schnell gefunden und dann mein Zielsackerl abgeholt. Nach einem kurzen Ratsch, verabschiedeten wir uns kurz, denn es war bereits ein Essen für alle bei Gitti ausgemacht.

Gitti hat uns mit reichhaltigen Vorspeisenplatten, Wiener Schnitzel und Hähnchen verwöhnt. Als Nachspeise gab es von einer ehemaligen Arbeitskollegin Gittis ein leckeres Erdbeerdessert. Der Marathontag klang bei Superwetter auf Gittis Terasse aus.

Montag:
Ursprünglich wollten wir am Montag mit meinen Eltern das Schloss Schönbrunn anschauen, aber das hat sich dann nicht ergeben. Der Gitti haben wir versprochen, dass wir den Rasen mähen und das haben wir dann auch als Erstes gemacht. Danach wollten wir das Essl-Museum besuchen, aber es hatte montags zu. Kurzentschlossen sind wir ins Stift Klosterneuburg.

Danach haben wir uns auf unser Abendprogramm vorbereitet. Denn wir hatten Karten für „Tanz der Vampire“ im Ronacher. Vorher waren wir gemeinsam mit meinen Eltern, Steffi, Hanni und Rudi Pizzaessen im Nikita. Das Musikal war super, auch wenn man sich an die im Gegensatz zur CD anderen Stimmen gewohnen muss. Bühnenbild und Special Effects (Flug von Graf von Krolock) machten einfach nur Spaß.

Dienstag:
Dienstag war der große Einkauftag. Wir haben mit meinen Eltern ausgemacht, dass wir uns um 9:30 Uhr in Parndorf zum Outletshopping treffen. Da wir uns beim Frühstück verratscht hatten, führen wir um diese Zeit erst weg. In Parndorf haben wir dann bis um 18 Uhr die Geschäfte unsicher gemacht und auch das ein oder andere gute Angebot gefunden. Leider bestätigte sich der Eindruck aus dem letzten Jahr, dass es nicht mehr so viele gute Sachen gibt, wie „früher“. Aber zumindest ich wurde fündig und habe mein Soll erfüllt.
Nach dem Abendessen haben wir mit Gitti dann Shrek IV angesehen und die Saga damit zu Ende gesehen.

Mittwoch:
Am Mittwoch hatten wir den Vormittag für uns alleine, da Gitti einen Termin in der Stadt wahrnehmen musste. Da Katha gestern in Parndorf nicht die Schuhe gefunden hatte, die sie unbedingt haben will, sind wir nochmal losgefahren, um ein paar Schuhgeschäfte in der Nähe durchzusehen. Nach dem Mittagessen haben wir es uns im Garten gemütlich gemacht und einfach nur entspannt und gelesen. Ich lese derzeit „Soldaten – Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben“ von Sönke Neitzel und Harald Welzer.

Am späten Nachmittag sind wir dann zum Heuriger Sirbu gefahren und haben den leckeren Wein genossen. Dazu gabs gleich Abendbrot mit selbstgemachten Aufstrichen.
Der Abschluss des Abends fand in Gittis Kino statt, wo wir einen absoluten Hollywood-Klassiker anschauten. Danny Kaye in The Court Jester / Der Hofnarr. Bei diesem Film spielt auch Angela -Mord ist ihr Hobby- Lansbury mit, die ich zum ersten Mal in jung gesehen habe.

Donnerstag:
Am Tag unserer Abreise haben wir uns mit dem Aufstehen Zeit gelassen und dann gemütlich unser Zeug zusammen gepackt. Auf 10 Uhr dann ein letztes Frühstück mit Gitti. Unser Gastgeschenk, ein Bild von mir aufgenommen in Venedig, habe ich noch mit enormer handwerklicher Kunst an die Wand gehängt und dann sind wir in Richtung Deggendorf aufgebrochen. Natürlich haben wir den Wiener Benzinpreis auf der Heimfahrt genutzt und für 1,38 €/l vollgetankt.

Ergebnis
netto – offiziell
42,195 km in 3 h 29 min 12 s (4 min 58 s /km)

Platz gesamt: 1429 von 5933 (24,1%)
Platz M20: 0167 von 0552 (30,3%)

Ich habe es geschafft die zweite Hälfte des Marathons 10 s schneller zu laufen, als die erste. Dies bedeutet aber auch, dass ich das Tempo recht konstant halten konnte. Genau, was ich mir vorgenommen hatte.
HM1: 01:44:41
HM2: 01:44:31

Bei Brightroom.com gibt es zwei Videos mit mir.
Beim Zieleinlauf bin ich ab Sekunde 18 zu sehen und beim Passieren der 10 km-Marke ab Sekunde 12. Beide Male mit dem Kamerakäppi auf.

Christoph hat es mit seinem Team geschafft und ein super Video vom Marathon gemacht.
Vielen Dank und euch viel Vergnügen:

28. Vienna City Marathon

Kategorie Laufen 42 km - Marathon am November 18th, 2010

Neue Ziele braucht das Land.
Auf das 2011 bald kommen möge…
Registratur
Startnummer
Quelle: www.vienna-marathon.com

27. Vienna City Marathon – Nachtrag2

Kategorie Laufen 42 km - Marathon am Juli 7th, 2010

Per Post habe ich neben einem Heft des Veranstalters auch meine offizielle schöne Urkunde bekommen. Da, so wie ich hoffe, auch alle körperlichen Folgen des Marathons jetzt überwunden sein sollten, ist das letzte Kapitel des Wienmarathons 2010 damit geschlossen.

27. Vienna City Marathon – Nachtrag

Kategorie Laufen 42 km - Marathon am Juni 1st, 2010

Ich habe vom Christoph die Bilder seiner Kamera bekommen und somit nochmal einen ganze Schwung guter Aufnahmen. Vielen Dank!
(Im Artikel „27. Vienna City Marathon – Ergebnis“ ist jetzt auch das angekündigte Video von der Reichsbrücke sowie ganz am Ende folgende Galerie)

27. Vienna City Marathon – Ergebnis

Kategorie Ergebnisse, Laufen 42 km - Marathon am April 30th, 2010

Der Marathon in Wien war ein voller Erfolg!

Ich habe es geschafft das von mir gesteckte Ziel bei weitem zu übertreffen.

Katha und ich fuhren bereits am Vortag zu Gitti, einer guten Bekannten, die uns freundlicherweise die ganze Zeit bei sich wohnen ließ. Auf der Fahrt nach Wien haben wir in St.Pölten noch Kathas Cousin abgeholt, der auch zwei Tage in Wien verbringen und sich den Marathon anschauen wollte. Nach der Anreise haben wir unser Quartier bezogen und uns etwas im Garten ausgeruht. Als Abendessen gab es natürlich noch eine große Portion Nudeln und dann bin ich auch bald ins Bett gegangen.

Am nächsten Morgen habe ich mein Laufzeug hergerichtet und bin dann zur U-Bahn-Station „Alte Donau“ gefahren, wo ich mich mit Gittis Arbeitskollegen und Leiter des ORF-Laufteams, Rainer,  getroffen habe. Dieser hat mir am Vortag meine Startunterlagen abgeholt, sodass ich mich darum nicht auch noch kümmern musste. Vielen Dank nochmal.

Nachdem ich mir mein „1860“ umgebunden habe, gab ich Katha noch meine restlichen PowerGels und verabschiedete mich zum Warmlaufen. Dieses fiel aber eher kurz aus und ich begab mich dann in Richtung Startblock. In welchem ich war, weiß ich gar nicht so genau, aber ich glaube im zweiten. Ich war also ausreichend weit vorne. Nun musste ich nur noch 15 Minuten lang warten, bis es endlich losgehen sollte.

Den Startschuss habe ich gar nicht gehört, aber auf einmal setzte sich unser Block in Bewegung. Wir joggden locker dahin und ich schaute auf den Boden, wo die Zeitnahmematten, also der eigentliche Start, waren. Nach 200 Metern war es dann so weit. Ich hatte inzwischen Tempo aufgenommen und dann ein fliegender Start. Die ganze Reichsbrücke voller Leute, aber dennoch relativ gute Bewegungsfreiheit. Es folgte der erste wunderbare Moment des Laufs. Von der Brücke geht es bergab auf eine lange Gerade bis zum Praterstern und man lief direkt in eine tobende Zuschauermenge hinein. Super! Ein Video von Kathas Cousin ist unter den nächsten Fotos. Sie haben sich am Ende der Brücke in die Fahrbahnmitte gestellt und den ganzen Läufertross gefilmt.


Reichsbrücke [Größe des Videos ca. 4,88MB]
[flv:http://www.benjaminobermeier.com/bilder/wettkampf/2010-wien_reichsbruecke.flv 480 320]

An dieser Stelle gleich ein großen Dankeschön an Katha, Christoph, Stephanie und meine Tante Hanni, die mir zum einen zugeschaut  und zum anderen von Foto bis PowerGel alles Logistische gemeistert haben. Auch sie sind an diesem Tag wahrscheinlich einen Halbmarathon gerannt, wenn man ihre U-Bahn-Ralley zusammenfasst.

Praterstern, Hauptallee, Schüttelstraße (I) und dann die ganze Wienzeile runter Richtung Schönbrunn. Die ersten 15km vergingen schnell und ohne Probleme. Ich habe ein sehr gutes Tempo angeschlagen und habe mich auch von vielen Halbmarathonis, die gleichzeitig gestartet waren, verleiten lassen schnell zu laufen. Aber auch wenn es viele, viele Läufer waren, so war es doch das einsamste Rennen, das ich je gelaufen bin. Ich habe zu keinem Zeitpunkt jemanden gefunden, der mein Tempo über mehr als 500 Meter lief. Immer waren sie zu schnell oder wurden dann von mir überholt. Ich habe mich also nicht an jemanden hängen können. Daher war mein Forerunner mein bester Freund und ich habe nur auf meine min/km-Anzeige geschaut. Anfangs versuchte ich nicht über 4:40 min/km zu kommen, was auch gelang.

Nach Schönbrunn ging es eine Parallelstraße zur Wienzeile wieder zurück und am Ende dieser Straße bogen wir auf den Ring und die Halbmarathonis durften in die Hofburg abbiegen. Eine wahnsinns Stimmung war um das Ziel, sodass ich mich da schon auf mein Ende freute. Nachdem tausende Halbmarathonis weg waren, waren auf der Strecke die Mitläufer dünner gesäht. Und es war plötzlich ganz ruhig. Nach der Stimmung am Ziel durfte man hier nicht melancholisch werden und sich auch nicht vom jetzt entgegen blasenden Wind stören lassen. Kämpfen, Schnitt halten, Schwedenbrücke. Über die Donauuferstraße wieder zur Schüttelstraße (II), wo ich zum ersten Mal Läufer sah, die mir entgegen kamen. Darunter die österreichische Topathletin, der Publikumsliebling, Andrea Mayr. Diese war leicht zu erkennen, weil sie ein eigenes Auto hatte, das vor ihr fuhr.

Am Ernst-Happel-Stadion war dann ein Wendepunkt mit vielen Zuschauern. Dann wurde es ernst. An km 31 bog man wieder in die Hauptallee Richtung Lusthaus. Eine 2 km lange, endlose Gerade, die man erst runter und dann wieder rauf laufen musste. Hier heisst es sich zusammenzureißen und das Tempo zu halten. Nicht nach vorne ins Nichts starren, sondern den Blick auf den Vordermann oder den Boden richten. Böse Gedanken an Krämpfe oder Stehenbleiben sofort aus dem Kopf streichen und einfach weiterlaufen.

Nach der Hauptallee wieder die Schüttelstraße (III) am Donaukanal. Leicht bergauf kamen km 36, 37, 38, kämpfen! Dann endlich, ich sehe die Brücke Richtung Innenstadt. Bald kommt die große 4, bald schreien die Massen. Doch noch waren nur wenige Leute am Wegesrand. Ich dachte, dass auch am Radetzkyplatz schon Leute stehen, aber das war wie leergefegt. Durch diese Einsamkeit musste man noch alleine durch, km 39.

Aber dann war es so weit. Km40. Abbiegen auf den Ring. Links und rechts Menschen, Musik, eine lange Gerade. Ich laufe zwischen den Tramschienen. Angenehmer glatter Bodenbelag. Im Kopf stellt sich die Gewissheit ein, dass jetzt nichts mehr schiefgehen darf. Nicht mehr kann! Ein super Publikum, es wird angefeuert. Ich überhole einen Hasen. Bei km 41 folgt man dem Ring nach rechts. Ich weiß, dass das die letzte Kurve vor der Zielkurve sein muss. Noch mehr Zuschauer. Tempo erhöhen? Nein, noch nicht. Geht eh nicht mehr. Tempo halten. Gute Idee! Die Zuschauer stehen jetzt bereits hinter Absperrgittern. Man ist abgeschirmt. Die Straße gehört nur noch den Läufern. Man merkt, dass es jetzt ernst wird. Von weitem seh ich links vorne an der Kurve den ORF-Kameraturm. Ein Blick auf die Uhr. 3:16:irgendwas. Wahnsinn. Ich habe durchgehalten. Zielkurve aufs Tor der Hofburg. Ich reiße die Arme hoch. Die Fotografin schießt und signalisiert mir, dass sie mich hat. Ich laufe durchs Tor. Blauer Teppich, Ziel zum ersten Mal in Sichtweite, 200m, Cheerleader links und rechts, volle Zuschauertribühnen. Es ist wunderbar! Noch ein Fotograf, Arme hoch, das Ziel im Auge. Endspurt! Muss alles Überholen was noch vor mir ist. 3 warens noch ungefähr. Ins Ziel *piep* *piep*, zwei Matten beenden das Abenteuer. Noch einmal laut schrein und auf die Uhr schaun: 3:17:45 zeigt sie an. Wunderbar!

Nach dem Ziel taumel ich an einer jungen Dame vorbei, die mir eine Medaille umhängt. Ich taumel in den Hinterhof und hole mir was zu trinken. Neben den tausenden Getränkeflaschen setzte ich mich auf den Tisch. Ich bin da. Ich habs echt geschafft. Viel kann man nicht denken. Ich trinke aus und hole mir neue Flaschen. Dann gehe ich raus, bekomme ein Finisher-Paket in die Hand, das gefühlt einen Zentner schwer ist. Keine Kraft in den Armen. An der Hofburg gehts vorbei zu den Kontainern mit den Gewandsackerln, wo ich schnell meinen Pulli holen will. Es ist etwas kalt. Nachdem ich ihn habe treffe ich auch schon Stephanie und Katha und nach 10 Minuten haben wir uns auch mit Hanni und Christoph zusammengerufen. Es ist echt vorbei. Meine Beine fühlen sich super an, ich kann sie beim gehen schon nicht mehr richtig abbiegen. Erinnerungen an Füssen werden wach. Das heißt wieder tagelang Schmerzen beim Treppen gehen. Aber ich kurierte mich dieses Mal schneller aus als nach Füssen. Am Mittwoch war ich schmerzfrei.

Ergebnis
netto – offiziell
42,195 km in 3 h 17 min 44 s (4 min 42 s /km)

Platz gesamt: 0642 von 5051 (12,7%)
Platz M20: 0079 von 0519 (15,2%)

Abschließend noch die Fotos vom Christoph und der Zielbereich als Video.


Zielbereich [Größe des Videos ca. 5,04MB]
[flv:http://www.benjaminobermeier.com/bilder/wettkampf/2010-wien_ziel.flv 480 320]

27. Vienna City Marathon – Countdown

Kategorie Laufen 42 km - Marathon am April 16th, 2010

Der erste große Schritt Richtung Wien ist gemacht, ich bin angemeldet.



Quelle: www.vienna-marathon.com

Schöne Startnummer, ich weiß 🙂

Edit 16.04.2010:
Morgen gehts endlich los Richtung Wien.
Das bedeutet, dass ich heute noch viel vor habe. Auto herrichten, Laufzeug packen, was brauch ich sonst noch alles, usw.
Und dann hoffe ich, dass sich die laufintensiven Monate in 2010 gelohnt haben und ich das von mir gesteckte Ziel erreiche. Ich mag jetzt noch gar nicht daran denken, wie weit 42,195 km eigentlich sind. Da denken wir überhaupt nie dran 😉

Ich melde mich wieder mit einem hoffentlich positiven Bericht aus Wien.
Keep on running!

27. Vienna City Marathon

Kategorie Laufen 42 km - Marathon am Juli 8th, 2009

Es gibt ein neues Ziel
Ich will am 18.04.2010 da starten:

Foto: www.vienna-marathon.com

Der Wien Marathon ist einer derjenigen, die ich unbedingt laufen will.
Natürlich liegt es zum einen an der Stadt: die Architektur, die Menschen, die Kultur

Aber zum anderen auch daran, dass sich dieser Marathon gut kombinieren lässt. Wir werden nämlich eine Bekannte besuchen und vielleicht auch noch etwas Urlaub dran hängen. Ausserdem ist der Termin weit vor meinem Examen im Dezember, sodass es damit normalweiße keine Probleme geben sollte.

Der Weg ist das Ziel
Durch diese Straßen und Gassen führt die Strecke des Marathon.
Start = WagramerstraßeReichsbrücke – Lassallestraße – Praterstern – Hauptallee – Stadionallee – Schüttelstraße – Untere Donaustraße – Schwedenbrücke – Franz Josefs Kai – Stubenring – Parkring – Schubertring – Kärtnerring – Opernring – Operngasse – Friedrichstr. – Linke Wienzeile – Schloßallee – äußere Mariahilferstraße – innere Mariahilferstraße – Babenbergerstr. – Burgring – Dr. Karl Renner Ring – Dr. Karl Lueger Ring – Schottenring – Liechtensteinstraße – Alserbachstraße – Julius Tandler Platz – Friedensbrücke – Brigittenauer Lände – Obere Donaustraße – Untere Donaustraße – Schüttelstraße – Lukschgasse – Rustenschacherallee – Stadionallee – Meiereistraße – Stadion (Wende) – Meiereistraße – Hauptallee – Lusthaus – Hauptallee – Stadionallee – Schüttelstraße – Franzensbrücke – Radetzkyplatz – Radetzkystraße – Vordere Zollamtstraße – Weiskirchnerstraße – Stubenring – Parkring – Schubertring – Kärntner Ring – Opernring – BurgringHeldenplatz = Ziel

Wer sich darunter wenig vortsellen kann, dem sei die Übersicht ans Herz gelegt.

Beim Abpinseln der Strecke ist mir aufgefallen, dass es viele langgezogene, gerade Abschnitte gibt. Manche Teile werden sogar dreimal durchlaufen (hin-zurück-hin). Insbesondere der Teil an der Kleinen Donau (Schüttelstraße) ist ein solcher und könnte landschaftlich sehr reizvoll sein.

Ob ich mir eine Zeitvorgabe mache, weiß ich noch nicht, aber die 3 h 30 min würden mich schon jucken. Es wird davon abhängen wie gut meine Vorbereitung darauf ausfällt. Für Füssen konnte ich damals lediglich einen langen Lauf jenseits der 30 km vorweisen.

Vienna City Marathon

8. Suunto-Salomon Königsschlösser-Romantikmarathon Füssen – Ergebnis

Kategorie Ergebnisse, Laufen 42 km - Marathon am Juli 28th, 2008

Es ist vorbei, es ist geschafft!
Ich habe meinen ersten Marathon beendet. Gelaufen bin ich am 27.07.2008 in Füssen im Allgäu.

Wegen des frühen Starts (7:30 Uhr) sind wir schon am Vortag angereist und waren dann am Alatsee (geschütztes Gebiet, klarstes Wasser, kein Zivilisationslärm, Erholung pur!) übernacht. Der Wecker hat bereits um 5:30 Uhr geklingelt. Sogleich haben Katha und ich uns schnell hergerichtet und den Rest unserer Sachen abreisefertig verstaut. Um 6 Uhr gabs dann Frühstück, wobei ich mich auf Kaffee und eine Semmel beschränkte. Danach wurde noch schnell das Zimmer bezahlt und schon gings los Richtung Füssen, was 4 km entfernt liegt. Nach kurzem Warmlaufen und einigen Fotos ging es dann auch schon los.

Vorgenommen hatte ich mir eine Zeit von 3 h 40 min, auf welche ich auch meinen Forerunner 305 programmiert hatte (virtueller Gegner). Aber bereits nach ein paar Kilometern fühlte ich mich kurz hinter der Gruppe um den 3:30-Pacemaker am wohlsten und lief deren Tempo mit, was sich auch bis Kilometer 30 nicht ändern sollte. An der Strecke war Katharina mit dem Fotoapparat an 4 Punkten platziert, die wir vorher ausgemacht hatten und die sie mit dem Rad abfuhr, um Fotos von den Schwindegger Läufern (Jo, Günther, Martin und ich) zu machen.

Das Wetter war kurios, aber zum Guten, denn es hatte Sturm, Gewitter, Blitze und sonst was geheissen, aber dennoch brannte ab 9 Uhr die Sonne herunter, wie man das eigentlich von einem Sommertag auch erwartet. Daher galt es vor allem immer viel zu trinken, was ich auch tat, und bei den letzten Stationen habe ich mir auch immer Bananen genommen, weil ich schon etwas hunger hatte und Energie soll es ja auch bringen. Die erste Hälfte lief eigentlich ganz normal ab, meine Beine spürte ich nur im üblichem Maße, aber die zweite Hälfte war dann schon etwas heftiger. Das lag auch unter anderem daran, dass der Weg teilweiße jetzt Steigungen und Gefälle enthielt und das nach ca. 33 Kilometern umso mehr weh tut und ausbremst. Aber immer mit einem Auge auf der Uhr, wollte ich nicht allzu lange mit einem Pace von über 5:10 min/km unterwegs sein und habe mich daher immer wieder zusammengerissen und bin schneller gelaufen. Die genaue Aufschlüsselung findet ihr in der kmz-Datei meines Forerunner, der mir sogar 500 Meter zuviel berechnete. Aber auf die Marathondistanz gesehen war das eine Abweichung von 1,18% mit der man leben kann.

Schön war vor allem, dass man einen Hang zum Ziel runter flitzen durfte und dann in die gut besuchte Zielkurve einbog. Bergab habe ich dann den letzten Kontrahenten, den ich noch sah, überholt und bin im Endspurt ins Ziel. Für eine kurze Zeit waren die Schmerzen vergessen, aber sobald man 50 Meter hinter dem Ziel zum stehen kommt, gehts erst richtig los ;-).

Da heissts nur immer weiter gehen und gut ausschütteln, trinken und essen was geht und etwas dehnen. Problem ist nur, wenn man vorne dehnt droht immer der hintere Gegenspielermuskel zu streiken. Aber egal, geschafft! Noch ein paar ISO-Drinks und Erdinger Alkoholfrei und dann auf das letzte sich noch auf der Strecke befindende Teammitglied warten.

Insgesamt war es ein super Lauf, vor allem weil das Wetter nicht so schlimm war, wie angekündigt und weil Katha immer so fleißig mitgemacht hat. Genial ist die Landschaft um Füssen, das man aber niemandem sagen braucht, der nicht schon einmal „Märchenschlösser Postkarten“ gesehen hat. Neuschwanstein, Hohenschwangau, Hopfensee, Forggensee, Schwansee… genial! Vor allem war es atemberaubend schön, dass am Hopfensee und am Schwansee Alphornbläser für die Gegend typisch musizierten. Gerade letzterer See liegt in den Bergen und dort hallte es einem schon von weitem entgegen. Für einen echten Bayern kann es ja nichts schöneres geben 😉

Füssen selbst ist auch schön, vor allem die Innenstadt, aber einen Autoverkehr haben die, der ist enorm. Aber ich habe gehört, dass man mit diesen Millionen von Touristen ganz gut verdient. Da nimmt man das in Kauf.

An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an meine Kommilitonen Maria (und Christian), Maxi, Michi (und Toni) und Sabine, die mir die Startgebühr zum Geburtstag geschenkt haben.

Zeiten unseres Teams
Joe – 3:00:43
Günther – 3:17:44
Martin – 4:04:10

Ergebnis
netto – offiziell
42,195 km in 3 h 33 min 22 s (5 min 04 s /km)

Platz gesamt: 156 von 750 (20,8%)
Platz Herren: 148 von 623 (23,8%)
Platz M20: 011 von 037 (29,7%)

Kurios ist meine brutto Zeit, also die ab Startschuss:
3 h 33 min 33 s *schnaps*











kmz-Datei

Einen ausführlichen Bericht zum Marathon und viele Fotos von der Landschaft und dem Lauf selbst findet man auf www.marathon4you.de.

8. Suunto-Salomon Königsschlösser-Romantikmarathon Füssen – Countdown

Kategorie Laufen 42 km - Marathon am Mai 3rd, 2008

Am 27.07.2008 werde ich versuchen meinen ersten Marathon zu bezwingen. Daher habe ich mir vorgenommen ab Mai, also ab jetzt, wieder verstärkt zu trainieren. Insbesondere habe ich ins Auge gefasst wieder Läufe zu machen, die jenseits der Halbmarathon-Marke liegen. Auch Läufe über 30 km müssen her. Davon will ich ungefähr 4 absolvieren. Da wir gerade mitten in der Fußballrückrunde sind, fällt es mir natürlich wieder schwer das alles unter einen Hut zu bringen. Aber ich habe mir schon Termine „aussagschaut“, an denen ich Zeit habe zu laufen. Ideal wird die Vorbereitung zum Marathon sicher nicht sein, aber so wird wenigstens eine Zeit rauskommen, die ich verbessern kann. Wenn es zeitlich und örtlich geht, dann will ich auch noch einen Halbmarathon als Vorbereitung laufen, aber da habe ich bis jetzt noch keinen passenden gefunden.
In die Vorbereitung einfließen lassen, werde ich auch den Lauf über 10 km in Mettenheim. Dort gilt es an die Vorjahreszeit heranzukommen, die bisher meine Rekordzeit auf dieser Distanz ist.

8. Suunto-Salomon Königsschlösser-Romantikmarathon Füssen

Kategorie Laufen 42 km - Marathon am Januar 17th, 2008

Heute habe ich mich zu meinem ersten Marathon angemeldet. Meine Debüt feiere ich, wenn nichts dazwischen kommt, am 27.07.2008 in Füssen. Da dieser Marathon bereits um 7:30 Uhr in der früh beginnt, ist es sinnvoll am Tag vorher schon anzureisen. Nachdem ich also die Bestätigung vom Hotel hatte, dass meine Reservierung erfolgreich war, meldete ich mich auch gleich beim Marathon an. Die Startgebühr habe ich von meinen Kommilitonen Maria (und Christian), Maxi, Michi (und Toni) und Sabine geschenkt bekommen, hierfür nochmals herzlichen Dank!
Jetzt heisst es warten, die Zeit gut zum Trainieren nutzen und am besten in der Fussballrückrunde nicht verletzen. *toitoitoi*

Königsschlösser-Romantikmarathon Füssen